Rote Karte für Rechtsextremismus: Unser Referent Axel Reitz im neuen DJK-Videoprojekt

2. März 2026

Der Sport verbindet Millionen von Menschen, vermittelt Teamgeist und Leidenschaft. Doch genau diese emotionalen Strukturen rücken immer wieder ins Visier von Extremisten. Der DJK-Sportverband e.V. hat nun im Rahmen des Bundesprogramms gegen Extremismus und Menschenfeindlichkeit ein wichtiges Zeichen gesetzt: Mit dem Videoprojekt „Rote Karte für Rechtsextremismus – Demokratie im Sport verteidigen!“ machen sie sichtbar, was oft im Verborgenen bleibt.

Wir vom Extremislos e.V. sind besonders stolz darauf, dass unser Referent und Antigewalt-Trainer Axel Reitz ein zentraler Teil dieser wichtigen Aufklärungskampagne ist.

Wie Extremisten die Fankurven unterwandern

Im zweiten Teil der Videoreihe spricht Axel mit Keren Vogler von der DJK Sportjugend eindrücklich über seine eigene Vergangenheit. Er zeigt auf, dass der Weg in den Extremismus selten mit einer fertigen Ideologie beginnt, sondern fast immer über eine emotionale Bindung und das Bedürfnis nach Anerkennung verläuft.

Ein erschreckender Einblick, den Axel in dem Video gibt, ist die gezielte Strategie rechtsextremer Akteure, den organisierten Sport und insbesondere Fankurven zu unterwandern. Werte wie Lokalpatriotismus und bedingungslose Vereinsliebe werden von Neonazis als Einfallstor missbraucht, um rassistische und antisemitische Parolen zu normalisieren. Aus scheinbar harmlosen Fangruppen-Dynamiken entsteht so ein gefährlicher Nährboden für Hass und Gewalt.

Demokratie im Sport aktiv verteidigen

Das Projekt der DJK zeigt eindrucksvoll: Niemand ist vor Radikalisierung gefeit – aber wir alle können etwas dagegen tun! Wie Axel in seinem Interview betont, ist Wegschauen keine Option. Sportvereine müssen klare Grenzen ziehen, Regeln im Stadion konsequent durchsetzen und vor allem Zivilcourage zeigen, wenn rassistische Vorfälle passieren.

Genau hier setzt auch unsere tägliche Arbeit beim Extremislos e.V. an. In unseren Anti-Gewalt- und Kompetenztrainings an Schulen sowie durch unsere Interventions- und Ausstiegsarbeit zeigen wir jungen Menschen, dass der vermeintliche „Traum vom Extremismus“ sehr schnell zum Albtraum wird. Wir reichen jedem die Hand, der zweifelt und den Ausstieg sucht.

Das DJK-Videoprojekt leistet einen immensen Beitrag zur Handlungssicherheit von Engagierten im Sport. Wir empfehlen allen Trainern, Vereinsvorständen und Sportfans, sich die Kurzvideos anzusehen und in die eigene Präventionsarbeit aufzunehmen.

Du willst raus aus der Szene? Du bist nicht allein!

Wie das Video verdeutlicht, erfordert der Ausstieg aus rechtsextremen Strukturen enormen Mut. Axel Reitz hat ihn bewiesen. Wer selbst zweifelt und den Weg in ein neues, gewaltfreies Leben 2.0 sucht, kann sich jederzeit vertrauensvoll an uns wenden. Schreibt uns einfach unter info@extremislos.de – wir hören zu, wir verstehen und wir helfen bei den nächsten Schritten.


Das vollständige Interview mit Axel Reitz sowie weitere Informationen zum Filmprojekt „Aussteiger*innen“ findet ihr auf der Website der DJK unter dem Bereich Anti-Rassismus und direkt auf YouTube.

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