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Referenten

 

Philip Schlaffer

 

Mein Name ist Philip Schlaffer, ich bin 1978 geboren und wohne im schönen Lübeck in Schleswig-Holstein.

 

Ich arbeite heute als AntiGewalt & Deradikalisierungstrainer, die Ausbildung habe ich beim Violence Prevention Network in Berlin absolviert.

 

Ich beschäftige mich intensiv mit dem Rechtsextremismus und der zunehmenden Gewalt in Deutschland, um mit immer aktuellen Präventionsunterrichten an Schulen und bei Fortbildungen für Fachkräfte, Up To Date zu sein.

Besonders widme ich mich der „Neuen Rechten“, jenseits der AfD, wie Identitäre Bewegung, Einprozent Bewegung, den Einzeldemagogen und ähnliche.

An Schulen verteilt in ganz Deutschland gebe ich Präventionsunterricht und Fortbildungen für Fachkräfte, um dem Phänomen des Rechtsextremismus entgegen zu wirken.

 

Vorträge und Seminar halte ich auch für den Verein „Gefangene helfen e.V.“ im Bereich der Kriminalitätsprävention und im Rahmen des Bundesprogramms Demokratie leben, regelmäßig Demokratie Unterricht!

 

Besonders mit meiner eigenen Biographie versuche ich Schüler emotional abzuholen und zeige Ihnen Anhand meines Lebenslaufs, dass Extremismus ein Albtraum ist und kein viel versprochener Traum.

 

Nach meiner noch erfolgreichen Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann, machte ich mich selbstständig mit Rechter Musik, ich produzierte legalen und illegalen Rechtsrock und stieg kurzzeitig zu einem der größten Produzenten der Szene auf. Ich organisierte den Import illegaler Rechtsrockmusik von den USA nach Deutschland und baute dafür ein kriminelles Netzwerk auf. Ich verbrachte über zehn Jahre im rechten Milieu und kenne die Methoden und die dazugehörigen Strategien, um Jugendliche zu beeinflussen. Ich gründete ebenfalls eine gewaltbereite Kameradschaft, die bundesweit für Aufmerksamkeit sorgte, durch Ihr enormes Gewaltpotential. Ich war Waffennarr und gedanklich bereits dabei mich zu einem Rechtsextremen Terroristen zu entwickeln, glücklicherweise ist es hierzu nicht gekommen. So war ich ein Teil der Neo-Nazis die im Jahr 2006 bei einer Demonstration in Wismar mit Baseballschlägern Gegendemonstranten und die Polizei mit Baseballschlägern angreifen wollten.

 

 

Ich begab mich in einen Strudel aus Extremismus, Gewalt und Kriminalität. Die kriminellen Milieus verschwammen miteinander, vom Rechtsextremismus ins Rotlichtmilieu und hin zu kriminellen Rockergangs.

 

Ich verbüßte eine Haftstrafe für unerlaubten Handel mit Betäubungsmittel in der JVA Stralsund.

 

Nach Zwanzig Jahren, einem Leben außerhalb der Gesellschaft, suchte ich mir psychologische Hilfe und wurde ca. 2 Jahre in meinem Wandel begleitet und unterstützt.

 

Ich wollte ein neues, ein gewaltfreies und weltoffenes Leben führen in Zukunft, Leben 2.0! Heute berichte ich über meinen eigenen Ausstieg aus dem Extremismus und dem kriminellen Milieu. Ich zeige Perspektiven auf und welche Schwierigkeiten entstehen können.

 

Durch meinen Internetblog bei Youtube & Facebook, versuche ich Jugendliche und Heranwachsende davon abzuhalten, überhaupt erst einzusteigen. Mit dem Blog möchte ich aber auch Hoffnung verbreiten, für die, die Veränderungswillig sind und hier für diese ein Erstkontakt sein möchte.

 

„Rechte Rotlicht Rocker – Zum positiven Wandel“:

https://www.facebook.com/ausstieghass/

 

 

Einen Einblick zu mir und meiner Geschichte erhalten Sie hier:

 

 

philip.schlaffer@extremislos.de

Axel Reitz

 

Axel Reitz, 1983 geboren in Dormagen, begann seinen Werdegang im Extremismus im Alter von 13 Jahren im Umfeld der NPD und deren Jugendorganisation JN. Seit seinem Einstieg in die rechtsextreme Szene entwickelte sich Reitz zum Stichwortgeber, später zum Kader und gefragten Propagandisten verschiedener Kameradschaften und anderer Neonazi-Netzwerke. Unter dem von den Medien verliehenen Beinamen „Hitler von Köln“ hatte Reitz maßgeblichen Einfluss auf die Entwicklung der Szene in Westdeutschland und darüber hinaus, unter anderem durch die Etablierung des Organisationskonzeptes der sogenannten „Autonomen Nationalisten“ in NRW.

Durch das Anmelden, Organisieren und Durchführen von rechtsextremen Demonstrationen war Reitz auch den Behörden hinreichend bekannt: Er galt als ausgewiesen provokativer Redner und verbüßte nach Jahren juristischer Konflikte im Jahre 2006 letztlich eine annähernd zweijährige Haftstrafe wegen Volksverhetzung. Seit 2012 war Reitz Angeklagter im AB-Mittelrhein-Prozess in Koblenz, einem der aufwendigsten Neonazi-Prozesse der Nachkriegsgeschichte. Der Prozess endete für Reitz im Jahre 2019 durch Einstellung aller Anklagepunkte.

Reitz erklärte bereits zu Beginn des Prozesses öffentlich seinen Ausstieg aus der rechtsextremen Szene und kooperierte mit den Ermittlungsbehörden, was ihm bei seinen alten Kameraden den neuen Spitznamen "Judas von Köln" einbrachte. In Zusammenarbeit mit einem staatlichen Aussteigerprogramm und der evangelischen Kirche im Rheinland gelang Reitz im Laufe der folgenden Jahre eine persönliche, politische und soziale Rehabilitation durch intensive und kritische Aufarbeitung seiner Vergangenheit.

 

Seit seinem eigenen Ausstieg engagiert sich Reitz in der Extremismus-Prävention, hält Vorträge zum Thema Deradikalisierung und klärt in Seminaren über die rechtsextreme Szene und Möglichkeiten der erfolgreichen Auseinandersetzung mit deren Parolen und Aktivitäten auf. Für verschiedene staatliche und akademische Projekte war er ebenso beratend und als Referent tätig wie für die Jugedorganisation der FDP sowie den Sekten- und Weltanschauungsbeauftragten der evangelischen Kirche im Rheinland. Reitz unterstützte aktiv andere Ex-Extremisten bei deren Rückkehr in die bürgerlich-demokratische Gesellschaft und kooperierte dabei erfolgreich mit staatlichen Initiativen.

 

Auf dem Youtube Kanal "Ex Rechte Rotlicht Rocker" von Philip Schlaffer bespricht Reitz zusammen mit diesem regelmäßig aktuelle Ereignisse aus den Themenbereichen Politik, Gesellschaft und Extremismus. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Analyse und Kommentierung von extremistischer Propaganda, um diese für die Zuschauer erkennbar, einordbar und enttarnbar zu machen. 

Für den Verein Extremislos e.V. engagiert sich Reitz als Vortragsredner und Referent, Markenbotschafter und Ansprechpartner für Interessierte, Ausstiegswillige und Fachleute.

axel.reitz@extremislos.de

Sascha Hensel

 

Mein Name ist Sascha Hensel. Geboren 1980 im westfälischen Soest, wohne ich seit 2009 in Lübeck in Schleswig-Holstein.

 

Ich habe bis 2007 in Fulda Soziale Arbeit studiert und darf mich seit 2008 „Staatlich anerkannter Diplom Sozialpädagoge“ nennen. Während meines Studiums war ich Hochschulpolitisch aktiv, indem ich im Vorstand des Allgemeinen Studierendenausschusses (AStA) war.

Neben meinem Studium arbeite ich in mehreren Jugendzentren und im Bereich Streetwork/ mobile Jugendarbeit. So konnte ich viele Erfahrungen im Bereich der Jugend-(sozial)arbeit sammeln, von denen ich heute noch profitiere.

 

Streetwork/ mobile Jugendarbeit ist ein professionelles Handlungskonzept, dass das Ziel hat, die Lebenssituation besonders benachteiligter Jugendlicher zu verbessern und sie in ihrer Entwicklung zu unterstützen. Die jungen Menschen werden durch Streetwork/ mobile Jugendarbeit da erreicht, wo sie sich in ihrer Freizeit aufhalten, an ihren jeweiligen informellen Treffpunkten, in ihrer Lebenswelt. Daher ist das Angebot sehr niedrigschwellig. Die Basis für die Arbeit ist Vertrauen. Ausgehend von der Aufsuchenden Arbeit realisiert das Arbeitsfeld Einzelfallarbeit, Gruppenarbeit und Gruppenangebote und leistet Gemeinwesen orientierte Angebote“.

 

Mein Anerkennungsjahr habe ich als Schulsozialarbeiter an einer Fuldaer Grund- und Hauptschule gemacht.

 

2009 habe ich dann die Chance einer Veränderung genutzt und bin in den hohen Norden gezogen um mich hier beruflich neu aufzustellen.

Seitdem arbeite ich in Lübeck bei einem bundesweiten großen Sozial- und Bildungsträger tätig und arbeite in der Hansestadt im Bereich der mobilen Jugendarbeit.

 

Durch meine Arbeit habe ich Kontakt zu den verschiedensten Jugendlichen mit unterschiedlichen persönlichen und kulturellen Biographien, politischen Einstellungen und individuellen Zielen gehabt.

 

Im Jahr 2016 war ich Mitbegründer der Landesarbeitsgemeinschaft Streetwork/ mobile Jugendarbeit Schleswig Holstein.

Seit Jahren besuche ich jährlich die Tagungen der Bundesarbeitsgemeinschaft Streetwork/ mobile Jugendarbeit und vertrete hier auch die LAG aus Schleswig Holstein.

 

Zahlreiche Vorträge und Workshops, hauptsächlich im Zuge der Jugendgruperleiter-Ausbildung habe ich zum Thema „Sicherheit im Netz und Umgang mit Sozialen Medien“ gehalten.

 

Gemeinsam mit Philip Schlaffer habe ich mehrere Workshops im Bereich Extremismus- Prävention durchgeführt.

Gerade die Mischung aus Biographischen Erlebnissen und Erfahrungen und der pädagogischen Begleitung auch nach den Workshops machen unsere Arbeit nicht nur interessant, sie können auch nachhaltige Wirkung zeigen.

 

Durch mein Engagement bei Extremislos e.V. möchte ich helfen, die Gesellschaft ein Stück weit weltoffener zu gestalten und nicht nur dem Extremismus die Stirn zeigen, sondern auch präventiv entgegen wirken zu können.

 

Bei weiteren Fragen stehe ich gerne zur Verfügung.

 

Sascha Hensel

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